Grundlagen der Gestaltung
Einführung
Oft treffe
ich auf die geringschätzige
Meinung, dass ein gut ausgestatteter Grafikcomputer alles beinhaltet,
was
zum Gestalten
benötigt wird. Aus diesem und aus Kostengründen werden
oft Laien mit Gestaltungsaufgaben beauftragt. Warum die Werbebotschaften
dieser Auftraggeber nicht überzeugen und im schlimmsten Fall überhaupt
nicht wirken, wird selten geklärt. Einer der Gründe ist,
dass die Funktion und Kraft von guter Gestaltung nicht oder falsch
verstanden wird. Es fehlt ausserdem an Bewußtsein gegenüber
den Möglichkeiten
und Regeln für Gestaltung. Wer nicht gelernt hat, welchen Regeln
die Wahrnehmung folgt,
sieht auch nicht die Fehler, die gemacht werden - obwohl er unbewußt
auf schlechte oder mangelhafte Gestaltung mit Desinteresse oder Ablehnung
reagiert. Deshalb wird das nötige
Wissen für
den professionellen Umgang mit
»visueller Kommunikation« in einem mehrjährigen
Studium gelehrt.
Visuelle Kommunikation
Der Gestaltungsprozess zielt auf die Übertragung sichtbarer
Informationen. Er beginnt mit der inhaltlichen Analyse der Aufgabenstellung,
also
der gedanklichen Auseinandersetzung mit dem Thema. Ziel ist dessen
Übersetzung in eine visuelle Form, die dem Zweck entsprechend
sachlich und gleichzeitig künstlerisch hochwertig ist. Die
Lösung
der Gestaltungsaufgabe ergibt sich aus der Wahl des Informationsträgers
(Medium) und der Auswahl und Organisation der Geataltungselemente.
Diese Elemente
gehören zur visuellen, also »Bildsprache«, die
wir beim Entwerfen einsetzen (im Unterschied zur verbalen, also
Wortsprache).
Vermittlungsziele
Ziel
eines Seminars zur Vermittlung der Grundlagen von Gestaltung ist
es, den bewußten Umgang mit den Grundelementen
des grafischen Gestaltens zu vermitteln, bewußtes
Wahrnehmen zu trainieren und Sensibilität für das
Vokabular von Bildsprache zu entwickeln.
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